Chauny liegt im Norden Frankreichs, eingebettet zwischen sanften Hügeln und der fruchtbaren Talebene der Oise. Der Fluss durchzieht die Stadt und wird von einem parallel verlaufenden Seitenkanal begleitet, von dem aus weitere Wasserwege abzweigen. Die Umgebung ist geprägt von weiten Feldern und Wäldern, während die Stadt selbst etwa gleich weit von Laon, Soissons und Saint-Quentin entfernt ist.
Die ersten Spuren Chaunys reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als eine Burg entstand und der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, darunter durch burgundische Eroberungen und spanische Besatzungen, die die Stadt wiederholt zerstörten. Besonders prägend war die Zeit der Glasherstellung, als am Ufer der Oise ein Lager der Compagnie de Saint-Gobain entstand. Die Zerstörungen des Ersten Weltkriegs hinterließen tiefe Spuren, doch der Wiederaufbau gab der Stadt ihr heutiges Gesicht.
Heute beeindruckt Chauny mit historischen Kirchen und einer markanten Konditorei in der wiederhergestellten Markthalle. Drei Soldatenfriedhöfe erinnern an die Schrecken vergangener Kriege. Persönlichkeiten wie der Revolutionsgeneral Schérer oder die Malerin Mayer-La Martinière verleihen der Stadt kulturelles Gewicht. Ein lebendiger Austausch besteht mit den Partnerstädten Bergheim und Andenne, zu dem auch ein jährliches Sportfest gehört.