Brand liegt versteckt im Brandnertal, einem Hochtal im Rätikon, das von den Gipfeln des Gebirgszugs umschlossen wird. Der Ort befindet sich auf über tausend Metern Höhe an der Alvier und ist von Bergen wie der Schesaplana im Süden oder der Brandner Mittagspitze im Osten geprägt. Die Gemeinde erstreckt sich über mehr als vierzig Quadratkilometer, wobei Wälder, Almen und alpine Flächen das Landschaftsbild bestimmen.
Die ersten Bewohner waren zwölf Walserfamilien, die sich im 14. Jahrhundert hier ansiedelten, nachdem das Tal zuvor schon als Alm genutzt wurde. Urkundlich erwähnt wurde Brand erstmals im 14. Jahrhundert, doch lange gehörte es zur Gemeinde Bürs und musste Abgaben leisten. Erst im 18. Jahrhundert entstand eine eigene Pfarrei, und die Habsburger verwalteten den Ort wechselnd von Tirol und Vorderösterreich aus. Nach einer kurzen bayerischen Zeit kehrte Brand wieder zu Österreich zurück.
Heute ist Brand vor allem für seine Bergbahnen und das Skigebiet bekannt, das durch moderne Anlagen wie die Panoramabahn aufgewertet wurde. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und das Walserensemble prägen das Ortsbild, während der Lünersee und die umliegenden Alpgebiete Wanderer und Touristen anziehen. Persönlichkeiten wie der Skispringer Richard Schallert stammen von hier.