Bludenz liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg, eingebettet zwischen Lechquellengebirge und Verwall. Der Stadtkern erhebt sich auf etwa 570 Meter über dem Talboden der Ill, während die Laurentiuskirche auf 588 Meter steht. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der Weiße Rössle mit 2114 Metern. Die Stadt wird von den Tälern Walgau, Brandnertal, Montafon, Klostertal und dem Großen Walsertal umgeben, das jedoch erst weiter westlich in den Walgau mündet. Bludenz grenzt an Gemeinden wie Nüziders, Raggal und Bartholomäberg.
Erstmals erwähnt wurde Bludenz im Jahr 830 unter den Namen „Pludono“ und „Pluteno“, abgeleitet von einem vorrömischen Begriff für „fließen“. Die Grafen von Werdenberg gründeten 1265 die Stadt und verliehen ihr 1274 das Stadtrecht. Eine bedeutende Rolle spielte die Burg, die später zum Schloss Gayenhofen umgebaut wurde. Im 15. Jahrhundert ging Bludenz an Österreich über, nachdem es zuvor von Tirol aus regiert worden war. Mehrfach wurde die Stadt von Bränden und der Pest heimgesucht, doch sie entwickelte sich zu einem wichtigen Handels- und Verwaltungszentrum.
Bludenz ist geprägt von seiner Lage an der Schnittstelle mehrerer Täler und seiner historischen Bauten. Das Schloss Gayenhofen, Nachfolger der mittelalterlichen Burg, und die Laurentiuskirche sind markante Bauwerke. Die Stadt ist umgeben von schroffen Bergen wie der Bludenzer Mittagsspitze und dem Weißen Rössle, die das Klima und die Landschaft prägen. Zudem ist Bludenz bekannt für seine Nähe zum Brandner Tal, das als Föhnstrich gilt und für besonders hohe Temperaturen sorgt.