Bad Hall liegt im oberösterreichischen Traunviertel, etwa dreißig Kilometer südlich von Linz und rund zwanzig Kilometer westlich von Steyr. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von sechs auf vier Kilometer und ist an der Voralpen Straße und nahe der Kremstal Straße gelegen. Der Ort ist von landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt, während nur ein kleiner Teil bewaldet ist.
Die Wurzeln der Siedlung reichen bis zu den Kelten zurück, die die Salzquellen im Sulzbachtal nutzten. Im Jahr 777 wird in einer Stiftungsurkunde des Klosters Kremsmünster von einer Saline und drei Salzkochern berichtet. Am Osthang des Tals entwickelte sich unter österreichischer Herrschaft ein Handels- und Verwaltungsort, der später den Namen Herzogenhall trug und 1287 das Marktrecht erhielt. Im 17. Jahrhundert war Bad Hall ein bedeutendes Zentrum für die Herstellung von Hellebarden. Erst im 19. Jahrhundert erkannte man die heilende Wirkung des jodhaltigen Wassers, was den Ort zu einem bekannten Kurort machte.
Bad Hall besticht durch seine historische Bausubstanz und kulturelle Vielfalt. Dazu gehören das Schloss Hall, die katholische Pfarrkirche und das Kurhaus. Die Tassiloquelle, eine der ältesten Jod-Sole-Quellen, wird noch heute für therapeutische Zwecke genutzt. Der Kurpark, angelegt von einem Hofgärtner des Stifts Kremsmünster, und das Stadttheater prägen das Bild. Berühmte Persönlichkeiten wie Gustav Mahler traten hier auf. Die Eurotherme Bad Hall nutzt das jodhaltige Heilwasser, das aus tiefen Bohrungen gewonnen wird.