Adlwang liegt im Südosten Oberösterreichs, südlich von Bad Hall und westlich von Steyr. Die kleine Gemeinde erstreckt sich über etwa sieben Kilometer von Nord nach Süd und vier Kilometer von West nach Ost. Fast drei Viertel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, während Wälder nur einen kleinen Teil ausmachen.
Die Gegend war bereits in keltischer und römischer Zeit besiedelt, doch erste Spuren einer dauerhaften Ansiedlung finden sich erst mit der bayerischen Landnahme. Das Kloster Kremsmünster prägte die Region ab dem 8. Jahrhundert und übte lange die Grundherrschaft aus. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem 12. Jahrhundert, als ein Richerus de Adelwanch genannt wurde. Der Name leitet sich von einem Personennamen ab und bedeutet so viel wie „Wiese des Adalo“. Eine Legende von einer Jungfrau am Brunnen deutet auf die frühe Bedeutung als Wallfahrtsort hin.
Heute ist Adlwang vor allem für seine barocke Kirche in der Ortsmitte bekannt, die als einer der ältesten Marien-Wallfahrtsorte Oberösterreichs gilt. Der „Heilige Brunnen“ und ein gotisches Portal sind weitere Sehenswürdigkeiten. Jährlich lockt der „Adlwanger Kirtag“ mit seinen drei goldenen Samstagnächten im Oktober zahlreiche Besucher an. Die Gemeinde bewahrt damit ihre Tradition als bedeutender Wallfahrtsort, der einst als „Mariazell von Oberösterreich“ bezeichnet wurde.