Aulnay liegt im Südwesten Frankreichs, in der Region Nouvelle-Aquitaine, etwa 84 Kilometer von Poitiers entfernt. Die Gemeinde wird von den Flüsschen Brédoire und Palud durchzogen, während im Süden die Saudrenne verläuft. Südlich von Saintes und nordöstlich von Saint-Jean-d’Angély gelegen, ist der Ort Teil des Départements Charente-Maritime.
Erstmals als Aunedonnacum in gallo-römischer Zeit erwähnt, verdankt Aulnay seine frühe Bedeutung einer Straße, die Saintes mit Poitiers verband. Später tauchte der Ort in antiken Karten wie der Tabula Peutingeriana auf. Als eigenständige Gemeinde entstand Aulnay erst 1793, nachdem es zuvor zu Salles-lès-Aulnay gehört hatte. Seit 1972 ist die ehemalige Nachbargemeinde eingemeindet.
Berühmt ist Aulnay vor allem für seine romanische Pilgerkirche Saint-Pierre, die zu den bedeutendsten Bauwerken dieser Epoche zählt. Seit 1998 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe „Jakobsweg in Frankreich“ und ist seit 1840 als historisches Denkmal geschützt. Auch der Donjon der ehemaligen Burg aus dem 13. Jahrhundert und ein Friedhofskreuz sind als Monumente anerkannt. Der Marinemaler Emmanuel Gallard-Lépinay stammt aus dieser Gegend.