Au liegt im hinteren Bregenzerwald, dem westlichsten Teil Vorarlbergs. Rund zwei Fünftel der Fläche sind bewaldet, ein weiteres Drittel besteht aus Alpen. Die Gemeinde besteht aus den beiden Ortsteilen Au und Rehmen.
Die ersten Siedler kamen als Alemannen aus dem Rheintal oder vom Bregenzer Gebiet und ließen sich vermutlich zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert nieder. Ursprünglich gehörte das Gebiet zu König Rudolf von Habsburg, später zu den Grafen von Bregenz-Montfort, die hier ein Jagdhaus errichteten und dem Ort den Namen „Jaghausen in den Owen“ gaben. 1375 ging das Gebiet an Österreich über. Im 17. Jahrhundert prägten die Baumeisterfamilien Thumb und Beer aus Au die barocke Architektur in Süddeutschland, der Schweiz und dem Elsass. Ein schwerer Felssturz am Korbschroffen veränderte 1762 das Landschaftsbild nachhaltig.
Die katholische Pfarrkirche hl. Leonhard geht auf eine Kapelle aus dem Jahr 1372 zurück und wurde später gotisch erbaut und barockisiert. Im Ortsteil Rehmen steht das Barockbaumeister Museum in einem historischen Kuratenhaus. Die Region ist bekannt für ihre Wallfahrtskapellen wie Maria Schnee in Argen oder Unsere Liebe Frau im Walde in Berngat. Wirtschaftlich lebt der Ort vor allem vom Tourismus, aber auch traditionelle Handwerksbetriebe und die Käseherstellung spielen eine Rolle. Berühmte Söhne der Gemeinde sind die Baumeister Michael Beer und Franz Beer von Au, die mit ihren Werken die barocke Baukunst prägten.