Fontanella liegt im Großen Walsertal, dem nördlichsten Teil Vorarlbergs, auf etwa 1145 Metern Höhe. Als höchstgelegenes Gebirgsdorf des Biosphärenparks Großes Walsertal verbindet es die alpine Landschaft mit dichten Wäldern und weitläufigen Alpen. Über das Faschinajoch führt ein Weg ins benachbarte Damüls im Bregenzerwald.
Die ersten Siedler kamen im 14. Jahrhundert aus dem Wallis und prägten den Ort nachhaltig. Urkundlich erwähnt wurde Fontanella erstmals 1363 unter dem Namen „Funtanell“, abgeleitet von einer alten Heilquelle. Der Ort gehörte lange zum Walsergericht Damüls und kam 1390 zu Österreich. Nach wechselnder Herrschaft unter den Habsburgern, Bayern und wieder Österreich wurde Fontanella 1861 Teil des Bundeslands Vorarlberg. Eine schwere Lawinenkatastrophe traf den Ort 1954.
Das Dorf besticht durch seine barocke Pfarrkirche St. Sebastian, die zwischen 1664 und 1673 erbaut und später erweitert wurde. Ein weiteres Bauwerk ist die St. Annakapelle in Faschina, gestiftet vom späteren Wiener Bürgermeister Josef Hartmann. Jährlich im Juli findet hier das „Obergrechter Isamännli“, ein Triathlon mit Schwimm-, Lauf- und Radstrecken, statt. Die umliegenden Berge und der Seewaldsee bieten Wander- und Erholungsmöglichkeiten, während der Tourismus eine wichtige Rolle spielt.