Millstätter See

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Kärnten

Millstätter See

Der Millstätter See liegt in Kärnten nördlich des Drautals, etwa bei der Stadt Spittal an der Drau. Auf 588 Metern Höhe erstreckt er sich über 11,5 Kilometer Länge und ist bis zu 1,8 Kilometer breit. Mit einer Tiefe von 141 Metern ist er Kärntens tiefster und wasserreichster See, obwohl der Wörthersee flächenmäßig größer ist. Am Nordufer reihen sich die größten Orte wie Seeboden, Millstatt und Döbriach aneinander, während das Südufer lange Zeit kaum besiedelt war. Der See entstand in der Würmeiszeit, als Gletscher das Becken formten und später durch Toteis aufgestautes Schmelzwasser den heutigen See formte. Geologisch gehört das Gebiet zum Millstatt-Komplex mit Gneisen und Glimmerschiefern, während die umliegenden Berge wie der Mirnock (2110 m) oder der Gaisriegel (988 m) das Seebecken einrahmen. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung seit mindestens 4000 Jahren, darunter römische Villenreste in Dellach. Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich das Nordufer durch den Fremdenverkehr zu einem Zentrum mit Feriendörfern. An klaren Tagen lädt der See zum Baden ein, da das Wasser im Sommer bis zu 26 Grad erreicht. Der Hauptzufluss ist der Riegerbach bei Döbriach, während die Lieser am Westende abfließt. Wanderwege führen über den Seerücken oder zu den Gipfeln der Nockberge, wo Gletscherschliffe wie in Döbriach sichtbar sind. Die umliegenden Wälder und die Nähe zu Orten wie Radenthein bieten Ausflüge in eine von Gneis und Glimmerschiefer geprägte Landschaft.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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