Millstätter Kreuzgang
Museum in Österreich
Der Millstätter Kreuzgang ist ein romanisches Baudenkmal des ehemaligen Benediktinerklosters in Millstatt am Millstätter See. Er liegt an der Südseite der Stiftskirche und war das Zentrum des Klosters. Die heutige Form entstand im 15. Jahrhundert, wobei die Gewölbe aus verschiedenen Epochen stammen. Die Gänge sind etwa 4 m breit und haben Sterngrat- oder Springgewölbe. Die Säulen und Fenster sind mit romanischen Skulpturen und Rundbogenfenstern versehen. Der Kreuzgang ist für seine reiche Schmuckplastik aus dem 12. Jahrhundert bekannt, die als bedeutendes Baudenkmal der Romanik gilt. Besonders auffällig sind die Figuren wie der heilige Paulus und der Erzengel Michael sowie die Darstellung des Sieges des Christentums über Dämonen. Die Basis der Doppelsäule im Ostflügel zeigt einen Löwen mit einer Frau auf dem Rücken. Wandgemälde aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie Fresken wie die Madonna mit Kind und Szenen aus der Georgslegende sind ebenfalls vorhanden. Im Inneren des Kreuzganges sind die Räume mit verschiedenen Flügeln und Gewölben gestaltet. Der Ostflügel hat eine breite Rundbogenportal, das einst den Eingang zum Kapitelhaus der Mönche war. Die Decken und Wände sind mit Figurenkapitellen und Säulenbasen mit Fabelwesen sowie ornamentalen Motiven geschmückt. Die Marmorverlegung des Bodens erfolgte erst im 20. Jahrhundert. Die Struktur des Kreuzganges blieb bis ins 19. Jahrhundert weitgehend unverändert.
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- Art
- Museum
- Ort
- Millstatt am See
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