KZ-Außenlager Ebensee

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Oberösterreich

KZ-Außenlager Ebensee

Das KZ Ebensee war ein Außenlager des KZ Mauthausen in der oberösterreichischen Gemeinde Ebensee, wo Häftlinge unter Zwang Stollen und Kavernen in den Berg trieben. Die Anlage entstand auf Befehl Hitlers nach der Zerstörung der V2-Produktionsstätten in Peenemünde durch britische Bombenangriffe. Die Stollen sollten in den Bergen oberhalb des Traunsees entstehen, doch die ursprünglich geplante Raketenproduktion wurde später durch andere Rüstungsprojekte ersetzt. Das Lager war eines der tödlichsten Nebenlager von Mauthausen: Von seiner Errichtung im November 1943 bis zur Befreiung im Mai 1945 starben hier 8.745 Häftlinge. Die Lebensbedingungen waren extrem hart, mit unzureichender Kleidung, minimalen Nahrungsrationen von etwa 700 Kalorien täglich und Arbeitszeiten von zehn bis zwölf Stunden in den Stollen. Besonders italienische Häftlinge litten unter doppelter Verfolgung, da sie sowohl von Mitgefangenen als auch von den Nationalsozialisten als Verräter angesehen wurden. Heute erinnert eine Gedenkstätte auf dem ehemaligen Lagergelände an die Opfer. Sie umfasst einen Opferfriedhof, ein Zeitgeschichte Museum und ein Dokumentationszentrum mit Archiven zu Zwangsarbeit und Überlebenden. Jährlich findet am 9. Mai ein Gedenktag statt, an dem auch Zeitzeugen teilnehmen. Die Umgebung ist heute von Wohnhäusern geprägt, doch die Stollen und Anlagen erinnern an die historischen Ereignisse.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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