Stappitzer See

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Kärnten

Stappitzer See

Der Stappitzer See liegt im Seebachtal, einem Seitental des Mallnitzer Tals, und gehört zur Außenzone des Nationalparks Hohe Tauern. Er befindet sich auf 1273 Metern Höhe im Gemeindegebiet von Mallnitz, das zum Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten zählt. Das Gewässer entstand am Ende der letzten Eiszeit durch einen gewaltigen Bergsturz vom Auernig, der einen natürlichen Sperrriegel bildete und einen bis zu zehn Kilometer langen See aufstaute. Der See ist ein Relikt dieses Verlandungsprozesses und dient als Rastplatz für Zugvögel wie den Prachttaucher oder die Schafstelze. Seine Sedimentschichten erreichen bis zu 250 Meter Mächtigkeit und enthalten Bohrkerne, die bis zu 17.000 Jahre in die Vergangenheit zurückreichen. Diese Kerne liefern wertvolle Erkenntnisse über klimatische Abläufe und Vegetationsveränderungen seit der Würm-Eiszeit, darunter Phasen mit wärmeren Temperaturen und das spätere Einwandern von Gehölzen. Vor Ort zeigt sich ein flaches Gelände mit Verlandungszonen, die Lebensraum für seltene Vogelarten wie den Zwergtaucher bieten. Der See und seine Umgebung sind seit 1986 als Naturdenkmal geschützt und seit 2008 Teil des Europaschutzgebiets „Stappitzer See und Umgebung“. Wanderwege führen durch das Gebiet, das auch für Alpensegler und Felsenschwalben ein bedeutendes Nahrungsgebiet darstellt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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