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Kanonissenstift St. Cyriakus, Geseke
ehemaliges Stift in Geseke in Nordrhein-Westfalen
Das Kanonissenstift St. Cyriakus in Geseke wurde im 10. Jahrhundert von Graf Haold und seinen Geschwistern gegründet. Es war ein kirchliches Zentrum, das zunächst für die Versorgung unverheirateter adliger Frauen diente. Die Stiftskirche St. Cyriakus, heute als Pfarrkirche genutzt, liegt im Pastoralverbund Geseke-Stadt. Die Stiftung wurde 946 durch König Otto I. bestätigt und erhielt Immunität sowie das Recht zur freien Äbtissinnenwahl. Das Stift war für kirchliche Dienste wie Messfeiern, Prozessionen und den Chordienst zuständig. Es betreute auch eine Jungenschule, die ab 1608 in einem eigenen Schulgebäude untergebracht wurde. Im Mittelalter entwickelte sich das Stift zu einer Versorgungsanstalt für unverheiratete Frauen. 1823 wurde es aufgehoben, nachdem die letzte Äbtissin verstorben war. Das Vermögen blieb erhalten und wird heute als „Geseker Stiftsfonds“ verwaltet. Die Kanonikate blieben unberührt von dieser Entwicklung. Die Stiftsdamen stammten meist aus adligen Familien, während die Kanoniker häufiger bürgerlichen Ursprungs waren. Das Stift hatte ursprünglich Platz für 29 Jungfrauen, wobei die Zahl im Laufe der Zeit leicht sank. Die Verwaltung umfasste verschiedene Ämter wie Äbtissin, Schatzmeisterin und Scholasterin. Das Archiv wurde 1823 aufgeteilt, wobei die meisten Dokumente im Staatsarchiv Münster gelagert werden. Die Bibliothek enthielt knapp 200 Bücher, die in die Erzbischöfliche Akademische Bibliothek Paderborn gelangten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Geseke
- Erbaut
- 946
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