📷 Bild: Wikimedia Commons
Hexenturm (Rüthen)
Turm in Deutschland
Der Hexenturm in Rüthen ist ein denkmalgeschützter mittelalterlicher Turm der ehemaligen Stadtbefestigung. Er wurde früher als Allagener Turm bezeichnet und stand im Zentrum der Hexenverfolgung im Herzogtum Westfalen. In der Zeit der Hexenverfolgung wurden hier Verdächtige wie Freunnd Happen inhaftiert. Neben dem Turm diente auch das Hachtor als Gefängnis und Folterplatz für angebliche Hexen und Zauberer. Die Ausstellung im Hexenturm erinnert an die Hexenverfolgung, bei der in Rüthen 102 Personen getötet wurden, davon 52 Frauen. Die Zahl steigt auf 169, wenn auch die Ortsteile berücksichtigt werden. Die Ausstellung zeigt Repliken von Folterinstrumenten, einen Becher zur Aufputschung der Angeklagten sowie Lebensgeschichten einzelner „Hexen“. Sie dokumentiert auch die Arbeit von Vorkämpfern wie Friedrich Spee und Michael Stappert, die den Hexenwahn bekämpften. Besucher können sich in der Ausstellung über die Geschichte der Hexenverfolgung im Herzogtum Westfalen informieren. Die Ausstellung wurde vom Kulturring Rüthen erarbeitet und unterstützt von der NRW-Stiftung. Einzel- und Gruppenführungen können über das Stadtarchiv gebucht werden. Die Ausstellung bietet einen Einblick in die dunkle Geschichte der Hexenverfolgung und die Folgen für die Bevölkerung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Rüthen
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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