Steinerne Rinne bei Rohrbach
Die Steinerne Rinne bei Rohrbach im Naturpark Altmühltal ist ein Naturdenkmal, das der landläufigen Vorstellung von Erosion widerspricht. Statt sich einzugraben, hat der Bach sein eigenes Bett über die Umgebung erhöht: Aus dem kalkhaltigen Wasser scheidet sich fortlaufend Kalktuff ab und lagert sich am Rand des Rinnsals an. Im Volksmund heißen solche Bildungen deshalb „wachsende Steine". Besonders ist dabei die Form. Kalktuffe treten sonst meist flächig oder als breite Wölbungen auf; hier dagegen entstand ein linearer, in Fließrichtung ziehender Wall. Die Rinne ist rund 60 Meter lang und bis zu anderthalb Meter breit, gespeist von einer Überlaufquelle im unteren Weißjura. Kleine Wasserfälle und Becken unterbrechen den Lauf. Ringsum steht Laubwald mit Moosen, Farnen und Blütenpflanzen, was die feuchte, kühle Atmosphäre erklärt. Der Ort ist frei zugänglich und jederzeit zu besuchen; der Weg dorthin ist kurz, für den Aufenthalt genügt eine halbe Stunde. Am Wanderparkplatz gibt es einen Kinderspielplatz und ein Kneippbecken. Die Rinne liegt etwa vier Kilometer nordöstlich von Weißenburg bei Rohrbach, erreichbar über die B 13, mit Busanschluss bis Ettenstatt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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