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Kastell Oberhochstatt
Römerkastell in Bayern
Das Kastell Oberhochstatt liegt nordöstlich des Dorfes Oberhochstatt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern und war Teil des Obergermanisch-Rätischen Limes. Es befand sich an der Kante eines leichten Geländesporns, der in das Rohrbachtal abfiel. Die Befestigung war strategisch günstig, da sie den Blick auf das römische Weißenburg und weiteres Gebiet ermöglichte. Die römische Garnison hatte eine Sicht auf Kastelle wie Ruffenhofen und Dambach sowie das nordwestliche Kastell Theilenhofen. Die Forschung begann mit dem Bericht des Pfarrers Langheinrich 1833, der römische Funde beschrieb. Spätere Untersuchungen bestätigten die Lage des Kastells und fanden Holz-Erde-Lager sowie eine römische Befestigung. Die geomagnetischen Untersuchungen zeigten eine Zivilsiedlung (Vicus) südlich des Kastells, die jedoch keine typischen römischen Gebäude aufwies. Ein Brandgräberfeld wird im Zentrum des Dorfes vermutet, und die Limesmauer wurde in der Nähe der Straße nach Indernbuch untersucht. Die Umgebung umfasst das Rohrbachtal, das bis Weißenburg reicht, sowie das Talhang südwestlich des Kastells mit Jungsteinzeit- und Neolithikum-Funden. Die Befestigung wurde durch den Hang zerstört, der seit der Antike abgerutscht ist. Das Kastell und seine Anlagen sind Teil des UNESCO-Welterbes und als Bodendenkmal geschützt. Die Forschung konzentrierte sich auf die geomagnetischen Untersuchungen und die Analyse der Funde, um die Geschichte des Kastells zu rekonstruieren.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Weißenburg in Bayern
- Seehöhe
- 587 m
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