Fort Hartenberg
Fort in Mainz, Bestandteil der dritten Befestigungsphase der Festung Mainz
Das Fort Hartenberg war eine Befestigung der Festung Mainz, errichtet im 19. Jahrhundert als Teil des Rheingauwalls. Es lag unmittelbar nördlich der heutigen Jakob-Steffan-Straße, im Bereich des Hartenberg-Parks. Die Anlage hatte einen Durchmesser von etwa 200 Metern und war durch ein Kavalier nach Osten abgeschlossen. Es war mit dem nahegelegenen Fort Hartmühl über ein Verbindungsbauwerk verbunden, das heute vom Park-Hauptweg markiert wird. Das Fort war Teil der Verteidigungsanlagen, die die Mainzer Neustadt vor Kanonenbeschuss schützen sollten. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Forts Hartenberg und Hartmühl abgerissen, doch Reste wie Gewölbe und Mauern blieben erhalten. Im 20. Jahrhundert standen über dem Fort eine Grundschule und später eine Förderschule. Die Schule wurde 2018 abgerissen, wodurch die Anlage des Forts wieder sichtbar wurde. Die unterirdischen Miniergänge, die zur Zündung von Sprengladungen dienten, wurden während der Baumaßnahmen entdeckt. Die Ausgrabungen während der Wohnbebauungsplanung zeigten die Ausmaße des Forts und seine Struktur. Die Anlage war fünfeckig, mit einem Reduit im Zentrum. Die Mauern und das Kavalier sind heute noch teilweise sichtbar, wobei viele Teile unter der Erde liegen. Die archäologischen Funde wurden dokumentiert, bevor sie der geplanten Wohnbebauung weichen mussten. Die Baumgruppe südwestlich des Reduit dient als Orientierungspunkt und soll künftig die Wohnbebauung prägen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Fort
- Ort
- Mainz
In der Nähe
- Fort Hartmühl514 m
- Rheingauwall536 m
- Fort Gonsenheim1.0 km
- Numismatische Sammlung der Alten Geschichte1.6 km
- Froschturm1.5 km
- Kaiserbrücke1.8 km
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