📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Hainsbach
archäologische Stätte in Deutschland
Das ehemalige Schloss Hainsbach befand sich im gleichnamigen Gemeindeteil der Stadt Geiselhöring im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. Heute ist die Anlage nur noch als Bodendenkmal mit der Bezeichnung „untertägige mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde“ im Bereich der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer sowie der ehemaligen Wasserburg und des späteren Schlosses verzeichnet. Die Geschichte des Ortes reicht bis ins Jahr 1031 zurück, als Hainsbach erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ursprünglich ein Lehen des Klosters Sankt Emmeram, wechselte die Burg mehrfach die Besitzer, darunter Adelige wie die Wittelsbacher und verschiedene Ministeriale. Im 16. Jahrhundert wurde die Hofmark in eine Propstei umgewandelt, und 1609 ließ Abt Hieronymus II. das Schloss neu errichten. Während des Dreißigjährigen Krieges und des Spanischen Erbfolgekrieges erlitt die Anlage schwere Schäden, darunter Plünderungen und Brände. Auf einem Votivbild von 1704 ist das Schloss als zweigeschossiger Bau mit zwei runden Ecktürmen und Kuppeln dargestellt. Ein Stich von Michael Wening zeigt es mit niedrigeren Türmchen und einem von einem Wassergraben umgebenen Portal. Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer steht unmittelbar neben den ehemaligen Schlossanlagen. Heute sind keine oberirdischen Reste des Schlosses mehr erhalten, doch die Beschreibung des Votivbildes und historischer Stiche geben Aufschluss über sein einstiges Aussehen.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Bayern
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Bayern
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