📷 Bild: Wikimedia Commons
Vertikaler Erdkilometer
Kunstwerk in Kassel
Der vertikale Erdkilometer ist ein Kunstwerk der Land Art, das 1977 auf dem Friedrichsplatz in Kassel entstand. Es besteht aus einem Kilometer tiefen Bohrloch, in dem 167 Messingstäbe verschraubt sind. Das Werk wurde von Walter De Maria geschaffen und finanziert durch die Dia Art Foundation. Es ist Teil der documenta 6 und steht inmitten einer Wegekreuzung, sichtbar auf einer Sandsteinplatte. Das Kunstwerk erregte viel Aufmerksamkeit und Protest. Eine Umfrage zeigte, dass 20 % der Bundesbürger vom Erdkilometer gehört hatten, wobei 77 % dagegen stimmten. Die Kritik konzentrierte sich auf die Bauarbeiten, den Bohrturm und die Lärmbelästigung. Dennoch wurde das Werk als künstlerische Auseinandersetzung mit der Erde und dem Universum verstanden, wobei De Maria die Verbindung zur Geschichte des Fridericianums betonte. Das Werk ist heute nur als runde Messing-Scheibe sichtbar, die in der Mitte einer Sandsteinplatte liegt. Umgebung und Ausblick sind geprägt von der Sichtachse zum Denkmal von Landgraf Friedrich II. Die Bohrung selbst ist im Naturkundemuseum Ottoneum dargestellt, und Erdmaterial wurde in Glasflaschen verkauft. Die Kritik und Rezeption spiegeln die Spannung zwischen Kunst und öffentlicher Wahrnehmung wider.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kunstwerk
- Ort
- Kassel
- Erbaut
- 1977
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