📷 Bild: Wikimedia Commons
Odelsteinhöhle
Höhle in den Ennstaler Alpen in der Steiermark
Die Odelsteinhöhle liegt versteckt am Nordhang des Grieskogels oberhalb von Johnsbach in der Steiermark. Ihre Wände sind geprägt von farbenprächtigen Eisenblüten und feinen Aragonitkristallen, die durch gelöste Metalle wie Eisen, Nickel, Kobalt und Kupfer entstehen. Schon seit der mittleren Bronzezeit wurde hier Bergbau betrieben, was sich an alten Stollen und Schmelzplätzen nachvollziehen lässt. Die Höhle gewann durch ihre mineralischen Schätze früh an Bedeutung. 1909 begann eine systematische Erforschung unter Hans Kottnigg und Josef Draxler, die 1910 zur Entdeckung des „Hohen Doms“ und der „Schatzkammer“ durch Hermann Bock, Julius Pollak, Georg Lahner und Leopold Potisek führte. Der Kölblwirt Franz Berghofer machte sie noch im selben Jahr als Schauhöhle zugänglich. Nach Kriegsende blieb sie lange ungenutzt, bis sie 2001 wieder begehbar gemacht und mit einem sicheren Eisentor versehen wurde. Heute führt ein neuer Weg durch die Höhle, der die alten Holzleitern ersetzt. Besucher können die einzigartigen Mineralformationen betrachten, während die Höhle durch das Tor vor unbefugtem Zutritt geschützt ist. Die Umgebung des Grieskogels bietet zudem Wanderwege, die den Besuch mit landschaftlichen Eindrücken verbinden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Höhle
- Ort
- Admont
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