Admont liegt versteckt in einem Talbecken der mittleren Enns, umgeben von den mächtigen Gipfeln der Ennstaler Alpen. Im Westen ragen die Haller Mauern auf, im Osten der Admonter Reichenstein, während im Süden das Hochtal Kaiserau mit seinen Skiliften aufwartet. Die Enns durchfließt das Gebiet und nimmt hier mehrere Bäche wie den Johnsbach auf. Mit über dreihundert Quadratkilometern ist Admont eine der größten Gemeinden der Steiermark und Österreichs.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis ins Jahr zurück, als der Ort als Ademundi vallis erwähnt wurde. Im Mittelalter prägte vor allem das Stift Admont die Entwicklung, das 1074 gegründet wurde und bis heute das kulturelle Zentrum bildet. Ein schwerer Brand zerstörte 1865 große Teile des Marktes und des Stiftes, doch der Wiederaufbau schuf ein neues Gesicht. Die Anbindung an die Rudolfsbahn 1873 brachte wirtschaftlichen Aufschwung, etwa durch die Gründung einer Dampfsäge.
Heute ist Admont bekannt für sein barockes Stift mit einer der bedeutendsten Bibliotheken der Welt. Die Mariensäule von Georg Christoph Winkler und die neugotische Stiftskirche prägen das Ortsbild. Als eine der Nationalparkgemeinden des Gesäuses verbindet der Ort alpine Tradition mit modernem Tourismus. Künstler wie der Grafiker Erwin Ehweiner oder der Bildhauer Hans Steger lebten und wirkten hier und hinterließen Spuren in der Kulturlandschaft.