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Iuvavum
Iuvavum war eine römische Stadt an der Stelle der heutigen Salzburger Altstadt. Sie entstand nach der Eroberung des norischen Reichs durch die Römer im 1. Jahrhundert v. Chr., als die keltischen Siedlungen auf den Bergen verlassen und in der Salzachniederung eine neue Siedlung gegründet wurde. Unter Kaiser Claudius erhielt Iuvavum 41–54 n. Chr. das Stadtrecht und wurde Teil der Provinz Norikum. Die Stadt lag strategisch günstig an der Salzach, wo der Fluss besonders schmal ist und einen natürlichen Übergang bot. Der Name Iuvavum erscheint in antiken Quellen wie bei Plinius dem Älteren und Claudius Ptolemäus, später auch in mittelalterlichen Dokumenten als Iovavi oder Iuavo. Die Herkunft des Namens ist unklar, diskutiert werden Verbindungen zum Flussnamen Iuvarus (Salzach) oder einer Lokalgottheit. Einige Forscher vermuten eine Ableitung vom keltischen Wort für „Eibe“, was „Ort im Eibenwald“ bedeuten würde. Die Stadt war administratives Zentrum eines großen Bezirks, der weite Teile des heutigen Salzburgs, Teile Bayerns und Nordtirols umfasste. Iuvavum lag an zwei bedeutenden römischen Fernstraßen, die sich hier kreuzten. Eine führte von Nord nach Süd durch das Salzachtal nach Virunum und Aquileia, die andere verband das Alpenvorland mit den rätischen Städten. Entlang dieser Routen gab es Raststationen wie Cucullae oder Vocarium, wo Reisende übernachten und Pferde wechseln konnten. Die Stadt selbst war von einer Niederung zwischen den Salzburger Stadtbergen umgeben, die ihr Schutz boten.
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