Schweiz
Sehenswürdigkeiten in Kanton Genf
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Der Kanton Genf liegt am Südwestende des Genfersees, in einem Becken, das Rhone und Arve durchfließen, zwischen dem Jura im Norden und dem Salève im Süden. Amtssprache ist Französisch. Fast die ganze Kantonsgrenze verläuft mit Frankreich, mit dem Kanton Waadt teilt Genf nur wenige Kilometer. An der Pointe de la Jonction trifft die Arve auf die Rhone, die kurz zuvor den See verlassen hat. Seit 1815 gehört Genf zur Eidgenossenschaft.
Über der Altstadt steht die Kathedrale Saint-Pierre. Ihr Bau begann im 12. Jahrhundert; nach Bränden und Umbauten verbindet sie romanische, gotische und klassizistische Formen. In der Reformation wurde ihr Inneres ausgeräumt, verschont blieben vor allem die Glasfenster. Mit Johannes Calvin wurde Genf zu einem Zentrum des Protestantismus, schon im 16. Jahrhundert sprach man vom „protestantischen Rom“. Daran erinnert im Parc des Bastions das Reformationsdenkmal, 1917 eingeweiht: In der Mitte stehen Guillaume Farel, Calvin, Théodore de Bèze und John Knox. Unter der Kathedrale liegt eine archäologische Stätte, die du besichtigen kannst. In der Altstadt steht auch die Maison Tavel, das älteste Privathaus Genfs; heute ist sie das Museum für Stadtgeschichte. Am Seeufer steigt der Jet d’Eau auf, das Wahrzeichen der Stadt, und in den Bains des Pâquis kannst du im See baden.
Im Ariana-Park steht der Palais des Nations. Er wurde in den 1930er-Jahren für den Völkerbund gebaut und ist heute nach New York der zweitgrößte Sitz der Vereinten Nationen. Zu den größten Sälen gehört der Saal der Menschenrechte und der Allianz der Zivilisationen; seine Decke hat Miquel Barceló aus vielen Farbschichten zu Tropfsteinen geformt. In Meyrin steht vor dem CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, das Science Gateway nach einem Entwurf des Renzo Piano Building Workshop. Es umfasst drei Ausstellungen, zwei Labore zum Mitmachen und ein Auditorium, verbunden durch eine Brücke über die Straße vor dem CERN.
Südlich von Rhone und Arve liegt Carouge. Die sardinische Monarchie ließ die Stadt im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts neu anlegen, als Konkurrenz zu Genf: rechteckige Häuserblöcke im Schachbrettmuster, meist zweistöckige klassizistische Häuser und Innenhöfe mit Gärten. In Hermance am See ließ Aymon II. de Faucigny im 13. Jahrhundert eine Burg und einen befestigten Marktflecken anlegen; von der Burg steht noch der Turm. Vor Collonge-Bellerive liegen im See die Reste der spätbronzezeitlichen Ufersiedlung Bellerive I. Sie gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“, das Fundstellen in sechs Ländern umfasst.
Am rechten Rhoneufer bis zur französischen Grenze liegen die Rebberge um Satigny, weitere zwischen Arve und Rhone sowie zwischen Arve und See. Am häufigsten angebaut werden Gamay und Chasselas, dazu Pinot noir, Gamaret und Chardonnay.
Quellen (20)
- Genf (Kanton) – Historisches Lexikon der Schweiz
- Genève et son assise transfrontalière – République et canton de Genève
- Pointe de la Jonction – Noms géographiques du canton de Genève
- Midi des Archives du 30 mai 2025: l’entrée de Genève dans la Confédération (1814-1815) – République et canton de Genève
- Cathédrale Saint-Pierre – Ville de Genève
- Le site archéologique de la cathédrale Saint-Pierre – République et canton de Genève
- Le Mur des Réformateurs – Ville de Genève
- The Reformation Monument – History Hit
- Maison Tavel – Ville de Genève
- Genf – Schweiz Tourismus
- Palais des Nations – The United Nations Office at Geneva
- Palais des Nations – UNO-Hauptsitz Europa – Schweiz Tourismus
- Room XX – The United Nations Office at Geneva
- CERN Science Gateway – visit.cern
- Carouge (GE) – Historisches Lexikon der Schweiz
- Hermance – Historisches Lexikon der Schweiz
- Collonge-Bellerive – Bellerive I – Historisches Lexikon der Schweiz
- Prehistoric Pile Dwellings around the Alps – UNESCO World Heritage Centre
- Prehistoric Pile Dwellings around the Alps – Maps – UNESCO World Heritage Centre
- The wine region of Geneva – Swiss Wine
Orte in Kanton Genf
Bildnachweise
Kathedrale Sankt Peter · Sternwarte Genf · Broken Chair · Konservatorium · Grand Théâtre de Genève · Genfer Gipfelkonferenz · Palais Wilson · Genfer Moschee · Synagoge Beth-Yaacov (Genf) · Reformierte Kirche L’Auditoire · Victoria Hall · Hekhal Haness Synagogue · Schloss Dardagny · Bâtiment des forces motrices · Heilige-Dreifaltigkeit-Kirche · Burgruine Rouelbeau · Reformierte Kirche La Fusterie · synagogue of liberal Judaism community located in Geneva · Schloss Le Crest und Nebengebäude · Ruine Bâtie-Beauregard · Schloss Bellerive · Schloss Choully · Museum für Wissenschaftsgeschichte — Wikimedia Commons






















