Versoix liegt im Kanton Genf, etwa zehn Kilometer nördlich des Genfer Stadtzentrums am Ufer des Genfersees. Der Ort wird vom Fluss Versoix durchflossen, der aus Frankreich kommt und hier in den See mündet. Im Nordwesten grenzt Versoix an Frankreich, während es im Osten und Süden von Genfer Gemeinden wie Genthod und Collex-Bossy umgeben ist. Die Hauptstrasse 1 und die Autobahn A1 verlaufen in der Nähe, ebenso wie die Bahnstrecke Lausanne–Genf.
Erstmals erwähnt wird Versoix durch prähistorische Pfahlbauten im Genfersee, die auf die Zeit zwischen 1500 und 500 vor Christus datiert werden. Später entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Handelshafen auf dem Genfersee, besonders im 14. Jahrhundert. Die Herrschaft über Versoix wechselte im 16. Jahrhundert an die Berner Patrizierfamilie von Wattenwyl, bis sie 1621 an Frankreich fiel. Nach der Annexion Genfs durch Frankreich 1798 und der vorübergehenden Besetzung durch österreichische Truppen wurde Versoix 1815 Teil des Kantons Genf.
Heute ist Versoix vor allem für seinen erhaltenen dörflichen Charakter bekannt, obwohl es den Status einer Stadt erhielt. Der Ort beherbergte während des Zweiten Weltkriegs ein Jugendheim, das geflüchteten Juden Schutz bot. Persönlichkeiten wie der Physiker Albert Hofmann oder die Politikerin Delphine Klopfenstein Broggini stammen aus Versoix.