Roma
25 mete
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Zwischen den sieben Hügeln, den Flüssen und den Trümmern der Jahrtausende entsteht ein Bild Roms, das sich nicht in einer einzigen Epoche erschöpft. Von den ersten Pflasterungen des Forum Romanum bis zu den barocken Brunnen der Neuzeit spannt sich ein Bogen aus Stein, Macht und Glauben, der jeden Besucher in den Bann zieht. Wer diesen Orten folgt, geht auf den Wegen der Kaiser, der Päpste und der Pilger, sieht die Spuren der Schlachten, der Spiele und der Gebete. Die Stadt wird zum lebendigen Archiv, in dem jede Säule, jeder Bogen und jeder Brunnen eine Geschichte erzählt.
Vom Tal der Macht zum Rund der Götter
Am Fuß des Palatin und zwischen den Ausläufern des Oppius und des Esquilin erhebt sich das Kolosseum, das größte Amphitheater der Antike. Vespasian ließ es ab etwa 72 n. Chr. auf dem Gelände der Gärten Neros errichten, finanziert aus der Beute des Jüdischen Krieges. Mit 188 Metern Länge, 156 Metern Breite und 48 Metern Höhe bot es Platz für 50.000 Zuschauer, die streng nach Rang getrennt saßen. Die 80 Zugänge füllten die Ränge in einer Viertelstunde und leerten sie in fünf Minuten. Zur Eröffnung 80 n. Chr. dauerten die Spiele hundert Tage, bei denen 5000 Tiere ihr Leben verloren. Vom vierstöckigen Außenring steht heute nur noch die nördliche Hälfte, doch das Hypogeum darunter gibt Einblick in die Mechanik der Spiele.
Wo Himmel und Erde sich berühren
Auf dem Marsfeld, an der Piazza della Rotonda, steht das Pantheon, das besterhaltene Bauwerk des antiken Rom. Agrippa ließ hier zwischen 27 und 25 v. Chr. einen ersten Tempel errichten, der 80 n. Chr. einem Feuer und 110 n. Chr. einem Blitzschlag zum Opfer fiel. Der Neubau entstand zwischen 114 und 128, wobei die Inschrift des Frieses weiterhin Agrippa als Bauherrn nennt. Die Kuppel misst innen 43,44 Meter im Durchmesser und in der Höhe, also 150 römische Fuß, und blieb über 1700 Jahre die weiteste der Welt. Licht fällt allein durch das neun Meter weite Opaion im Scheitel.
Wo die Spiele der Antike lebendig bleiben
Im Norden der Stadt, eingebettet im Foro Italico, steht das Olympiastadion Rom. Ursprünglich 1927 als Stadio dei Cipressi erbaut, wurde es mehrfach erweitert und fasst heute 72.698 Zuschauer. Hier fanden 1960 die Olympischen Spiele statt, 1990 sechs WM-Spiele inklusive des Finales und 2021 mehrere EM-Spiele, darunter das Eröffnungsspiel. Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewann hier 1980 den Europameistertitel und 1990 den Weltmeistertitel. Die ovale Form des Stadions, umgeben von den Anlagen des Foro Italico, bietet weite Sichtachsen auf das Spielfeld.
Wo Rom begann und endlos wuchs
Zwischen Kapitol, Palatin und Esquilin liegt das Forum Romanum, der älteste und wichtigste Platz Roms. Anfangs sumpfig, wurde das Gelände durch die Cloaca Maxima trockengelegt, und um 600 v. Chr. endete die Bestattungspraxis. Im 2. Jahrhundert v. Chr. entstanden die Basiliken, zwischen 83 und 80 v. Chr. das Tabularium als Kulisse vor dem Kapitolshügel. Caesar ließ neu pflastern und darunter Gänge für Gladiatorenkämpfe anlegen, Augustus überzog den Platz mit Marmor und weißem Travertin. Der Bogen für Septimius Severus 203 und die Phokas-Säule 608 setzten neue Akzente. Heute reicht das Ausgrabungsgelände bis zur Velia mit dem Titusbogen.
Wo das Wasser der Antike fließt
Auf der Piazza di Trevi steht der Trevi-Brunnen, ein barocker Monumentalbrunnen, der zwischen 1732 und 1762 nach Plänen von Nicola Salvi entstand. Mit 26 Metern Höhe und 49 Metern Breite ist er der größte Brunnen Roms, und sein Wasser stammt aus dem antiken Aquädukt Acqua Vergine, das seit 26 Kilometern aus den Sabiner Bergen Rom versorgt. Der Brunnen beeindruckt durch seine monumentale Architektur mit einem Triumphbogen, der an den Konstantinsbogen erinnert, und einer Felslandschaft, die von Meeresgöttern und Fabelwesen bevölkert ist. Im Zentrum thront der Meeresgott Oceanus.
Wo die Päpste regierten und der Staat entstand
Die Metropolitanstadt Rom ist eine Verwaltungseinheit in der Region Latium mit Verwaltungssitz im Palazzo Valentini. Sie entstand 2015 aus der früheren Provinz Rom und umfasst 121 Gemeinden auf 5351,81 Quadratkilometern. Mit über vier Millionen Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Metropolitanstadt Italiens. Auf ihrem Gebiet liegt der Staat der Vatikanstadt, der 1929 durch die Lateranverträge begründet wurde. Die Landschaft verbindet urbane Zentren mit ländlichen Gebieten und dem Tyrrhenischen Meer.
Wo die Macht der Götter einst thronte
Der Kapitolshügel, auch Campidoglio genannt, ist der zweitkleinste der sieben klassischen Hügel Roms und liegt nordwestlich des Palatins. Der aus Tuffstein bestehende Hügel besteht aus zwei etwa gleich hohen Kuppen, die durch eine Senke getrennt sind. In der Antike trennte eine sumpfige Niederung namens Velabrum den Hügel vom Palatin. Hier lag das religiöse Machtzentrum Roms mit dem Tempel der Kapitolinischen Trias, Jupiter, Juno und Minerva geweiht. Heute prägen Michelangelos Entwürfe den trapezförmigen Platz mit der Kopie der Reiterstatue Mark Aurels.
Wo die Legenden der Gründung leben
Der Palatin ist einer der sieben Hügel Roms und zählt zu den ältesten besiedelten Orten der Stadt. Schon im zehnten Jahrhundert v. Chr. lebten dort Menschen, lange bevor Rom offiziell gegründet wurde. Der Name Palatin geht auf die Kaiserzeit zurück, als hier die Paläste der Herrscher standen. Der Hügel grenzt im Norden an das Forum Romanum und fällt an fast allen Seiten etwa 30 Meter steil ab. Vor Ort prägen antike Ruinen das Bild, darunter Tempel der Magna Mater, Victoria und Apollon. Besonders sehenswert sind die Palastanlagen des Kaisers Domitian mit der Domus Flavia und Domus Augustana.
Wo der Papst zu Hause ist
Die Lateranbasilika, auch San Giovanni in Laterano, ist die Kathedrale des Bistums Rom und die ranghöchste der vier Papstbasiliken. Sie steht an der Piazza di San Giovanni in Laterano im Stadtteil Monti und umfasst neben der Basilika auch ein antikes Baptisterium. Als Kathedrale des Papstes trägt sie den Titel *Omnium urbis et orbis ecclesiarum mater et caput*. Ihre Geschichte reicht
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