Żejtun liegt im Osten Maltas, wo einst Olivenhaine das Bild prägten – der Name bedeutet im Arabischen schlicht „Olive“. Die Stadt breitet sich inmitten grüner Täler aus, nicht weit von den Küstenorten Marsaxlokk und Għaxaq entfernt. Ihr historischer Kern wird von weiten Feldern umgeben, die bis ins Mazza-Tal reichen.
Erstmals als „Land der heiligen Katharina“ erwähnt, entwickelte sich Żejtun aus einem mittelalterlichen Pfarrsprengel zu einem Ort mit eigenem Milizregiment. Im Jahr 1565 wehrte es als erste maltesische Siedlung osmanische Angriffe ab, doch bis 1614 blieb es von Piratenüberfällen bedroht. Später diente es den Briten als ländlicher Rückzugsort, während es im Ersten Weltkrieg als Lazarettstandort diente. Der Titel „Città Beland“ wurde ihr 1797 vom Großmeister des Malteserordens verliehen.
Heute ist Żejtun vor allem für seine prächtigen Kirchen bekannt, darunter die der heiligen Katharina geweihte Hauptkirche und die ältere, volkstümlich „St. Gregor“ genannte Kapelle. Jedes Jahr feiert die Stadt ihr großes Fest zu Ehren der Heiligen Katharina mit Musikzügen und Gesängen. Berühmte Söhne und Töchter wie der amtierende Präsident George Vella oder der Schriftsteller Trevor Żahra stammen von hier.