Wundschuh liegt im Grazer Feld, eingebettet in den Kaiserwald, etwa zwölf Kilometer südlich von Graz. Im Westen prägen die Wundschuher Teiche die Landschaft, während der Poniglbach und der Laabach als wichtigste Fließgewässer das Gebiet durchziehen. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von rund zwölf Quadratkilometern und zählt etwa Einwohner.
Die erste Erwähnung des Namens stammt aus dem Jahr, als „Wrmscah“ urkundlich festgehalten wurde. Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Begriff für Schlangenwald zurück, wobei sich das Wort im Laufe der Zeit von „-schach“ zu „-schuh“ wandelte. Die Gegend gehörte lange zur Herrschaft Neuschloß, bis die Grundherrschaften 1848 aufgehoben wurden. Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich 1938 und der folgenden Besatzungszeit entstand 1850 die selbstständige Ortsgemeinde.
Besonders sehenswert ist das barocke Schloss Neuschloß, das auf eine mittelalterliche Anlage zurückgeht und im 18. Jahrhundert erweitert wurde. Die Pfarrkirche, dem Heiligen Nikolaus geweiht, entstand im frühen 20. Jahrhundert auf den Fundamenten eines älteren Baus. Ein Highlight ist das Bauernmuseum Erlebnishof Reczek, das als größtes seiner Art in Österreich gilt. Alle zwei Jahre findet das Brauchtumsfest „Wurmschachern“ statt, und der USV Wundschuh vertritt den Ort im Fußball.