Preding liegt eingebettet zwischen sanften Hügeln in der Weststeiermark, etwa dreißig Kilometer südwestlich von Graz. Die Marktgemeinde gehört zum Bezirk Deutschlandsberg und besteht aus den drei Katastralgemeinden Preding, Tobis und Wieselsdorf. Kleinere Ortsteile wie Tobisberg und Klein-Preding ergänzen das Bild einer ländlich geprägten, aber verkehrsgünstig gelegenen Gemeinde.
Frühe Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, darunter eine spätmittelbronzezeitliche Siedlung und römerzeitliche Funde. Im Dreißigjährigen Krieg organisierten Fuhrleute aus Preding Transporte für die kaiserliche Armee. Ein dunkles Kapitel der Ortsgeschichte bildet der nationalsozialistische Juliputsch 1934, bei dem es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Verhaftungen kam.
Heute prägen vor allem die Holzindustrie und traditionelle Handwerke das Bild. Ein großer Holzverarbeitungsbetrieb zählt zu den größten Europas. Kulturell bekannt ist das Predinger Kürbisfest, das als ältestes Europas gilt und mit skurrilen Bräuchen wie der Kürbisbürgermeister-Wahl aufwartet. Die Heilige Rinn’, eine Quelle mit angeblich heilender Wirkung, und die barocke Pfarrkirche Maria im Dorn sind weitere Anziehungspunkte.