Werfen liegt eingebettet im Salzachtal zwischen den Gebirgszügen Tennengebirge, Hagengebirge und Hochkönig im Salzburger Land. Die Gemeinde ist etwa 40 Kilometer südlich der Stadt Salzburg gelegen und zählt zu den bekanntesten Orten des Pongau. Ihre markante Landschaft prägt das Salzachtal mit steilen Felswänden und grünen Tälern.
Die erste urkundliche Erwähnung Werfens stammt aus der Zeit um 1140, wobei der Name vermutlich auf das mittelhochdeutsche Wort für „Wirbel“ oder „Strudel“ zurückgeht. Schon früh entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt am Alpenhauptkamm, besonders durch den nahegelegenen Pass Lueg. Werfen war Sitz eines salzburgischen Pfleggerichts und erhielt bereits im 15. Jahrhundert Marktprivilegien. Im Laufe der Geschichte war der Ort Schauplatz von Bauernaufständen, Hexenverfolgungen und der Vertreibung von Protestanten im 18. Jahrhundert.
Heute ist Werfen vor allem als Tor zur größten Eishöhle der Welt, der Eisriesenwelt, bekannt. Die Festung Hohenwerfen thront über dem Ort und prägt das Bild. Historische Bauwerke wie die Pfarrkirche zum hl. Jakobus oder das Pfleggerichtsgebäude aus dem 15. Jahrhundert zeugen von der langen Geschichte. Auch der Münzenschatz von Werfen, der hier 1969 entdeckt wurde, zieht Besucher an. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit Lengede in Niedersachsen und ist durch ihre malerische Lage ein beliebter Sommertourismusort.