Vannes liegt im Norden der Bucht von Morbihan und wird vom Fluss Marle durchzogen, der später in das Binnenmeer mündet. Die Stadt gehört zum Regionalen Naturpark Golfe du Morbihan und ist die Hauptstadt des Départements Morbihan in der Bretagne. Mit seiner malerischen Lage verbindet es urbane Strukturen mit natürlicher Umgebung.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die gallo-römische Zeit zurück, als sie unter dem Namen Darioritum bekannt war. Im Mittelalter spielte Vannes eine zentrale Rolle in der bretonischen Geschichte, etwa als Residenz von Herzog Johann V., der die Stadt ausbauen ließ. Die Unabhängigkeit der Bretagne endete hier 1532 mit einem historischen Treffen zwischen König Franz I. und den bretonischen Ständen. Später war Vannes Sitz des bretonischen Parlements und eines Bistums, das seit dem 5. Jahrhundert besteht.
Die Stadt beeindruckt mit einer gut erhaltenen Stadtmauer und einer gotischen Kathedrale, deren Bau über Jahrhunderte dauerte. Das ehemalige Jesuitenkolleg und das Rathaus im italienischen Renaissance-Stil prägen das Stadtbild. In der Nähe liegt die Burgruine von Elven, die im Sommer als Freilufttheater dient. Regelmäßig findet der Volkslauf zwischen Auray und Vannes statt, der die Region verbindet.