Syke liegt im Osten des Naturparks Wildeshauser Geest, etwa 19 Kilometer südlich von Bremen. Die Stadt wird von der Hache durchflossen und ist von ausgedehnten Staatsforsten wie dem Friedeholz und der Westermark umgeben. In einer eiszeitlich geprägten Moränenlandschaft mit bewaldeten Höhen und Talmulden erhebt sich nordwestlich der Hohe Berg. Der Ort entstand an einem historischen Heerweg zwischen Verden und Wildeshausen, wo ein natürlicher Übergang über die Hache durch einen Bohlenweg und später einen Damm gesichert wurde.
Der Name Syke leitet sich von „Siek“ ab, dem niederdeutschen Wort für Quellgrund, und verweist auf die natürlichen Wasserquellen der Region. Erste Siedlungen gab es bereits in der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit, wie Funde aus dieser Zeit belegen. Die Burg Syke, um 1270 von einem Oldenburger Grafen errichtet, prägte die weitere Entwicklung als Verwaltungsmittelpunkt. Syke wurde erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und entwickelte sich vom Flecken zur Stadt. Im Mittelalter war der Ort von Konflikten zwischen Grafen und Bischöfen sowie von der Pest und Kriegswirren betroffen.
Heute ist Syke als „Stadt im Grünen“ bekannt, umgeben von Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die historische Burgruine und das Kornzinshaus aus dem 16. Jahrhundert zeugen von der bewegten Vergangenheit. Die Stadt verbindet ländlichen Charme mit moderner Infrastruktur und ist durch ihre Lage an der Hache und im Naturpark ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge. Regionale Feste und Veranstaltungen spiegeln die lebendige Gemeinschaft wider, während die Nähe zu Bremen und die gute Verkehrsanbindung Syke zu einem attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort machen.