Stadl-Predlitz liegt im oberen Murtal, eingebettet zwischen den Gurktaler Alpen und der Landesgrenze zu Salzburg. Die Gemeinde erstreckt sich entlang der Mur und ihrer Nebenflüsse, darunter die Turrach, die bei Predlitz in die Mur mündet. Die Landschaft wird geprägt durch das Tal der Turrach und die Turracher Höhe, die an Kärnten grenzt. Höchster Punkt der Gemeinde ist der Eisenhut, während das Dreiländereck der Bundesländer Steiermark, Salzburg und Kärnten am Königstuhl liegt.
Die Geschichte der Region reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wie ein Fund aus pyrithaltigem Serpentin zeigt. Predlitz wurde im 6. Jahrhundert von Slawen besiedelt, deren Name für „Pass“ oder „Wasserscheide“ namensgebend war. Stadl entwickelte sich zu einem kirchlichen Zentrum, das 1599 als Pfarre mit mehreren Filialen erwähnt wird. Schloss Goppelsbach, erbaut im 16. Jahrhundert, wechselte mehrfach den Besitzer und beherbergt heute einen großen Waldbesitz.
Die Gemeinde vereint sieben Ortschaften, darunter Predlitz, Stadl an der Mur und Turrach, die durch die Murtalbahn verbunden sind. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen drei katholische Pfarrkirchen, das historische Schloss Goppelsbach und die Erzröste Turrach. Die Region ist auch touristisch attraktiv, mit Übernachtungszahlen, die sich gleichmäßig auf Sommer- und Wintersaison verteilen. Das Gemeindewappen vereint Symbole beider ehemaliger Gemeinden und unterstreicht die gemeinsame Identität.