Ranten liegt im Bezirk Murau in der Steiermark, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Murau. Das Gemeindegebiet erstreckt sich entlang des Rantenbaches, der auf etwa 900 Metern Höhe fließt. Im Norden prägen ausgedehnte Ackerflächen das Bild, während im Süden der bewaldete Anstieg bis fast 1800 Meter reicht, wo der Trattenkogel mit 1793 Metern die höchste Erhebung bildet. Die Gemeinde umfasst vier Ortschaften und fünf Katastralgemeinden, darunter Rinegg, das 2015 eingemeindet wurde.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ranten um 1080 unter dem Namen „Radintin“, abgeleitet von einem slawischen Personennamen. Ein besonderes Zeugnis der Vergangenheit ist ein Freskenzyklus an der Pfarrkirche aus der Zeit zwischen 1560 und 1570, der reformatorische Bildmotive zeigt. Die politische Gemeinde entstand 1849/50, doch durch mehrere Eingemeindungen – etwa von Tratten 1948 oder Freiberg 1965 – wuchs sie zu ihrer heutigen Größe.
Die katholische Pfarrkirche zum heiligen Bartholomäus und die Wallfahrtskirche Maria Schutz in Rinegg sind prägende Bauwerke. Ranten ist vor allem landwirtschaftlich geprägt, wobei die Bauwirtschaft und soziale Dienste die wichtigsten Arbeitgeber darstellen. Jährlich verzeichnet die Gemeinde rund 10.000 Übernachtungen, besonders im Februar. Persönlichkeiten wie der Autor Martin Zeiller oder der Erzbischof Eduard Macheiner stammen aus Ranten.