St. Agatha liegt im oberösterreichischen Hausruckviertel auf etwa 600 Metern Höhe. Die Gemeinde erstreckt sich über rund sieben Kilometer von Nord nach Süd und gut acht Kilometer von West nach Ost. Fast zwei Drittel des 32 Quadratkilometer großen Gebiets werden landwirtschaftlich genutzt, während knapp ein Drittel bewaldet ist.
Erst im 14. Jahrhundert findet sich die erste schriftliche Erwähnung des Ortsnamens, doch einige Ortsteile wie Etzing und Riesching wurden bereits zwischen 1180 und 1200 genannt. Ursprünglich zum Herzogtum Bayern gehörend, wechselte St. Agatha später zu Österreich und wurde schließlich Teil des Landes ob der Enns. Der Bauernführer Stefan Fadinger prägte 1626 die Region während des Oberösterreichischen Bauernkriegs. Nach wechselnden Zugehörigkeiten im 19. und 20. Jahrhundert gehört die Gemeinde heute zu Oberösterreich.
Die katholische Pfarrkirche und der historische Pfarrhof sind prägende Bauwerke. Das Stefan-Fadinger-Museum erinnert an den Bauernführer, dessen Andenken auch ein Denkmal und eine Linde bewahren. Eine Meditationspyramide dient als Aussichtspunkt, während Tabernakelbildstöcke und Bildstöcke das Landschaftsbild bereichern. Alljährlich wird das Bauernkriegsspiel aufgeführt, das an Fadingers Wirken erinnert. Persönlichkeiten wie der Gärtner Ignaz Pilat, der den Central Park mitgestaltete, stammen aus St. Agatha.