Sölk liegt in den Niederen Tauern, wo sich das Sölktal vom Ennstal aus nach Süden verzweigt. Der Ort wird vom Sölkbach und seinen Quellläufen Großsölkbach und Kleinsölkbach durchzogen, die das Groß- und Kleinsölktal formen. Stein an der Enns im Norden gehört bereits zum Ennstal, während der Sölkpass die Schladminger Tauern von den Rottenmanner und Wölzer Tauern trennt. Die Gemeinde ist flächenmäßig eine der größten der Steiermark und umfasst den Naturpark Sölktäler.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Sölk zwischen 1075 und 1080, Großsölk diente einst als Sitz einer Grundherrschaft. Ein Wirtshaus in Mößna bewahrt ein historisches Inventar aus dem Jahr 1577, das die Reformation im Tal belegt. Nach der Aufhebung der Grundherrschaften 1848 entstand die Ortsgemeinde, die 1938 Teil des Reichsgaus Steiermark wurde. Ein US-Bomber stürzte 1944 bei der Putzental-Alm ab, und bis 1955 gehörte das Gebiet zur britischen Besatzungszone.
Besonders sehenswert sind das Schloss Großsölk mit dem Naturparkhaus und die drei Pfarrkirchen in den Ortsteilen. Jährlich findet am ersten Augustsonntag die Sölkpassmesse statt. Die Gemeinde betreibt ein Kleinkraftwerk und ein Freibad, während Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Volksschulen die Infrastruktur prägen. Das Gemeindewappen zeigt eine silberne Kette auf rotem Grund, zwei Wagenräder und einen springenden Hirsch.