Sögel liegt im westlichen Niedersachsen am Südrand des Hümmlings, einer Geestlandschaft im Emsland. Östlich des Ortes entspringt die Nordradde, ein Nebenfluss der Ems, die das Gebiet hydrologisch prägt. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von mehr als fünfzig Quadratkilometern und ist von Wäldern umgeben.
Die erste schriftliche Erwähnung Sögels stammt aus dem Jahr tausend, als der Ort im Heberegister des Klosters Corvey auftaucht. Der Name deutet auf ein Gehölz hin, das der Schweinemast diente. Im Mittelalter war Sögel ein wichtiger Gerichtsort, und seit dem achtzehnten Jahrhundert wirkt hier ein Kapuzinerkonvent, der sich der Seelsorge widmete. Die Kleinbahnverbindung nach Lathen und Werlte brachte im neunzehnten Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung.
Heute ist Sögel vor allem für seine barocke Schlossanlage Clemenswerth bekannt, deren sternförmig angelegte Gebäudeensemble überregional Beachtung findet. Als staatlich anerkannter Erholungsort bietet der Ort mit seinem Feuchtgebiet Schaapmoor und den umliegenden Wäldern naturnahe Erholung. Die jüdische Geschichte des Ortes, die bis in die NS-Zeit reicht, wird durch Stolpersteine gewürdigt.