Das Saterland liegt im Nordwesten des Oldenburger Münsterlandes, eingebettet zwischen den Städten Leer, Clopenburg und Oldenburg. Im Süden begrenzt der Küstenkanal das Gebiet, während im Norden die Leda die Grenze zu Ostfriesland bildet. Die Sagter Ems durchfließt das Land von Süd nach Nord und teilt es in die beiden Hochmoore Westermoor und Ostermoor. Die Gemeinde besteht aus vier Ortsteilen: Ramsloh, Scharrel, Sedelsberg und Strücklingen, die 1974 zur heutigen Gemeinde zusammengefasst wurden.
Die Besiedlung des Saterlandes begann zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert, als Friesen aus Ostfriesland in das damals noch schwer zugängliche Moorgebiet kamen. Der Name leitet sich von der früheren Grafschaft Sögel ab, die das Gebiet umfasste. Durch die abgelegene Lage entwickelte sich hier eine eigene friesische Sprache, das Saterfriesische, das heute als kleinste anerkannte Sprachminderheit Deutschlands gilt. Das Saterland besaß im Mittelalter eine eigene Verfassung und Gerichtsbarkeit, die auf alten Privilegien beruhte.
Prägend für das Saterland sind seine ausgedehnten Moorlandschaften, die einst ein großes zusammenhängendes Hochmoor bildeten. Heute sind Teile davon als Naturschutzgebiet Esterweger Dose erhalten, das zu den größten Hochmoorrestflächen Nordwestdeutschlands zählt. Die Gemeinde ist bekannt für ihre kulturelle Eigenständigkeit, die sich in Sprache, Brauchtum und lokaler Verwaltung zeigt. Die vier Ortsteile bilden trotz ihrer Zusammenlegung weiterhin eigenständige Gemeinschaften mit eigenen Traditionen.