Siders liegt im Rhonetal im französischsprachigen Wallis, etwa auf halber Strecke zwischen Leuk und Grône. Der Ort erstreckt sich vor allem am Nordufer der Rhone, während im Süden der Talausgang des Val d’Anniviers beginnt. Hier mündet die Navisence in den Fluss, während die Monderèche aus dem Gebiet um Crans-Montana kommend durch den Ort fließt und ebenfalls in die Rhone mündet.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in vorzeitliche und antike Zeiten zurück. Seine Bedeutung verdankt Siders vor allem seiner Lage an der Handelsroute zum Simplonpass und dem Weinanbau, der durch Bewässerungssysteme wie die Suonen ab dem Spätmittelalter gefördert wurde. Im Mittelalter prägten der Goubingturm und das Schloss Mercier das Bild, während die Neustadt mit dem Schloss Vidôme und der St. Catherinenkirche entstand. Später brachte die Eröffnung der Simplonbahn und der Standseilbahn nach Crans-Montana wirtschaftliche Impulse.
Heute ist Siders bekannt für seine Altstadt auf sechs Hügeln, die durch einen Felssturz nach dem Rückzug des Rhonegletschers entstanden. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Château Mercier, das Grand Hôtel Château Bellevue und der Lac de Géronde. Kulturhighlights sind das Walliser Weinmuseum, das Rilke-Museum und das Sierre Blues Festival. Die Stadt ist zweisprachig geprägt und beherbergt eine Fachhochschule mit rund 2000 Studierenden.