Schänis liegt im Kanton St. Gallen, genauer im Wahlkreis See-Gaster, und erstreckt sich in der Linthebene rechts des Linthkanals. Westlich des Ortes breitet sich der Walensee aus, während die Landschaft zur Region Gaster gehört. Die Gemeinde umfasst mehrere Weiler wie Dorf, Rufi und Maseltrangen, wobei Ziegelbrücke als größter Siedlungskern gilt.
Der Name des Ortes geht vermutlich auf eine lateinische Bezeichnung für Sandbank zurück, die sich auf eine Formation im Tuggenersee bezieht. Prägend für Schänis war das adlige Damenstift, das bis 1811 die Geschicke des Dorfes bestimmte. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1610 wurde der Ort wiederaufgebaut, und 1798 gingen die Herrschaftsrechte an die Gemeinde über. Während der Helvetik entstand die heutige politische Gemeinde durch den Zusammenschluss mehrerer Ortsgemeinden.
Besonders sehenswert sind die ehemalige Stiftskirche, heute Pfarrkirche St. Bastian, sowie der Gallusturm aus dem 12. Jahrhundert. Die Burgruine Niederwindegg und die Überreste eines römischen Wachturms auf dem Biberlichopf zeugen von der langen Geschichte. Der Segelflugplatz und die gut angebundenen Bahnverbindungen, darunter die S-Bahn-Linien nach Rapperswil und Uznach, prägen das moderne Bild.