Uznach liegt am Rand der Linthebene nahe dem Zürichsee in der Ostschweiz. Der Ort wird vom Steinenbach durchzogen, der als Naturschutzgebiet von überregionaler Bedeutung gilt. Als Marktort der Region ist Uznach ein zentraler Ort im Kanton St. Gallen.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 741, als die Siedlung des Alemannen Uzzo an das Kloster St. Gallen ging. Im Mittelalter entwickelte sich Uznach unter den Grafen von Toggenburg zu einer kleinen Stadt mit Burg und Kirche. Die Grafschaft wechselte mehrfach die Besitzer, bis sie schließlich an Schwyz und Glarus verkauft wurde. Im 16. Jahrhundert blieb Uznach katholisch und war Schauplatz eines Konflikts, der zum Ersten Kappelerkrieg führte. Ein großer Brand zerstörte 1762 fast das gesamte Städtchen.
Heute ist Uznach bekannt für seine historische Kreuzkirche und die neugotische Pfarrkirche. Das Kloster St. Otmarsberg, 1963 gegründet und später zur Abtei erhoben, prägt das geistliche Leben. Die Gemeinde beherbergt eine der größten Storchenkolonien der Schweiz, die in den 1960er-Jahren aus Algerien angesiedelt wurde. Persönlichkeiten wie der Maler Jost Blöchliger oder der Radrennfahrer Tom Bohli stammen von hier. Wirtschaftlich ist Uznach durch Logistikzentren, Einkaufscenter und Banken geprägt.