Rosheim liegt im Elsass am westlichen Rand der Vogesen, wo der Bach Rosenmeer fließt. Die Stadt befindet sich etwa 25 Kilometer südwestlich von Straßburg und liegt auf einer Höhe von 192 Metern über dem Meeresspiegel.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 778 unter dem Namen Rodasheim. Später gehörte Rosheim verschiedenen Klöstern wie Fulda und Lure, die hier Güter besaßen. Im 13. Jahrhundert erhielt die Siedlung Stadtrechte und wurde 1303 zur Reichsstadt. Während der Pestpogrome 1348/49 kam es zu Übergriffen auf die jüdische Bevölkerung. Nach der Annexion durch Frankreich im Jahr 1680 blieb Rosheim bis zum Ende des Ersten Weltkriegs deutsch geprägt, bevor es wieder an Frankreich fiel. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge geschändet und die jüdische Gemeinde deportiert.
Die Stadt besticht durch ihre historische Altstadt mit romanischen und gotischen Bauwerken. Besonders sehenswert sind die Peter- und Paulskirche aus dem 12. Jahrhundert, das romanische Wohnhaus – auch Heidenhaus genannt – und der Sechseimerbrunnen. Rosheim ist zudem bekannt für Persönlichkeiten wie den Chemienobelpreisträger Jean-Marie Lehn und den Buchdruckpionier Heinrich Eggestein. Die Partnerschaft mit der deutschen Gemeinde Kappelrodeck verbindet die Stadt grenzüberschreitend.