Roppen liegt im Tiroler Oberland, eingebettet zwischen den Flüssen Inn, Pitze und Ötztaler Ache. Im Norden begrenzt der markante Tschirgant die Gemeinde, im Süden der Wildgrat. Der Ort erstreckt sich auf etwa dreißig Quadratkilometern, wobei Wälder und alpine Flächen den größten Teil ausmachen. Nur ein kleiner Teil wird landwirtschaftlich genutzt, während Almen und felsige Zonen das Bild prägen.
Frühe Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, wie Funde am Burschl zeigen. Der Name taucht erstmals im 13. Jahrhundert auf und leitet sich von einem Wort für felsige Hänge ab. Im Mittelalter gewann Roppen Bedeutung als Ausgangspunkt für Holzflößerei und Erztransport. Bergleute und Flößer prägten den Ort, bis der Bergbau im 18. Jahrhundert erlosch und die Flößerei mit der Eisenbahn an Bedeutung verlor.
Heute ist Roppen bekannt für seine idyllische Lage und traditionellen Obstanlagen. Die Leonhardskirche im alten Ortskern bildet das Zentrum, umgeben von alten Häusern und einem Festplatz. Alle vier Jahre feiert die Gemeinde eine Fasnacht, die dem Imster Schemenlauf ähnelt. Naturfreunde schätzen das Naturschutzgebiet am Tschirgant und die erdpyramidenartigen Felsformationen. Ein modernes Highlight ist das Sommerfreizeitareal Area 47 am Inntal-Radweg.