Rances liegt im Kanton Waadt am Jurafussplateau, etwa vier Kilometer nördlich von Orbe und acht Kilometer von Yverdon-les-Bains entfernt. Das Dorf breitet sich zwischen der Orbeebene und dem Mujontal aus, mit Höhenlagen von 564 Metern im Ortskern bis zum 1588 Meter hohen Suchet, der höchsten Erhebung der Gemeinde. Der Boden besteht aus fruchtbaren Plateaus, steilen Jurahängen und ausgedehnten Hochweiden, während verstreute Einzelhöfe das Landschaftsbild prägen.
Schon in der Bronze- und Eisenzeit war das Gebiet besiedelt, wie Funde von Schalensteinen und Grabhügeln belegen. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 973, als Rances zum burgundischen Gau von Yverdon gehörte. Im Mittelalter stand der Ort unter der Herrschaft Les Clées, bis ein Grossbrand 1548 fast das gesamte Dorf zerstörte. Später wurde Rances Teil der bernischen Landvogtei Yverdon, bevor es nach dem Ende des Ancien Régime zum Kanton Waadt kam.
Prägend für das Ortsbild ist die Kirche Saint-Sulpice, die im Mittelalter das religiöse Zentrum der Herrschaft Les Clées bildete und nach einem Einsturz neu aufgebaut wurde. Dazu kommen eine historische Zehntscheune und traditionelle Bauernhäuser aus mehreren Jahrhunderten. Die Gemeinde lebt heute von Landwirtschaft, Weinbau und Milchwirtschaft, während viele Bewohner in umliegenden Städten arbeiten. Die abwechslungsreiche Natur mit Jurahöhen und Hochweiden macht Rances zu einem ruhigen Ort am Rand der Waadtländer Hügellandschaft.