Pelplin liegt im Norden Polens, in der Woiwodschaft Pommern, am Fluss Wierzyca, der in die Weichsel mündet. Die Stadt befindet sich etwa fünfzehn Kilometer westlich der Weichsel und ist Teil des Powiat Tczewski. Die Landschaft ist geprägt von der Weichselniederung, die sich bis auf acht Meter über dem Meeresspiegel senkt, während der Czubatka-Hügel im Stadtgebiet eine Höhe von 86 Metern erreicht. Die nächste größere Stadt ist Starogard Gdański, nordwestlich von Pelplin gelegen.
Die Geschichte Pelplins ist eng mit dem Zisterzienserkloster verbunden, das 1258 von Mönchen aus Doberan in Mecklenburg gegründet wurde. Der Bau der Klosterkirche begann 1276 und zog sich über mehr als zwei Jahrhunderte hin. Die Region gehörte wechselnden Herrschaften, darunter dem Herzogtum Pomerellen, dem Deutschen Orden und später dem Königreich Preußen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Pelplin zu einem regionalen Zentrum mit Bahnanschluss und polnischsprachigem Gymnasium. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt polnisch und ist heute Sitz eines Bistums.
Pelplins bekanntestes Bauwerk ist die ehemalige Zisterzienserkirche, eine imposante Backsteingotik-Kirche mit einem 26 Meter hohen Mittelschiff. Sie beherbergt wertvolle Kunstschätze, darunter Gemälde von Herman Han und Andreas Stech sowie eine bedeutende Bibliothek mit mittelalterlichen Handschriften. An die Kirche schließt sich ein Diözesanmuseum mit mittelalterlicher Kunst an. Ein besonderes Ereignis war 1999 die Messe von Papst Johannes Paul II. vor 300.000 Menschen am heutigen Papstberg. Die Stadt pflegt eine Partnerschaft mit Grafling in Bayern.