Ottensheim liegt im oberen Mühlviertel Oberösterreichs an der Donau, wo der Fluss die Grenze zum Stift Wilhering bildet. Die Gemeinde erstreckt sich von einem flachen Donautal bis zum 549 Meter hohen Dürnberg. Südlich des Flusses reicht das Gebiet bis kurz vor die Innbachbrücke, während auf der anderen Donauseite ein schmaler Streifen namens Marktau kaum bewohnt ist. Das Donaukraftwerk Ottensheim-Wilhering liegt vollständig auf Ottensheimer Boden und prägt mit seinem Altarm die Landschaft.
Die erste Siedlungstätigkeit lässt sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen, doch der Name Ottensheim könnte auf einen Ritter namens Otini zurückgehen, der hier eine Burg errichtete. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort 1148, und 1228 erhielt Ottensheim als einer der ältesten Märkte Oberösterreichs Marktrechte. Im Mittelalter war der Ort durch eine Schutzmauer mit drei Toren gesichert, und im 16. Jahrhundert entstand das heutige Marktwappen. Nach Zerstörungen durch Brände und Kriege entwickelte sich Ottensheim zu einer lebendigen Gemeinde, die 1848 als politische Einheit konstituierte.
Heute besticht Ottensheim durch seinen historischen Kern mit Gebäuden aus dem 16. Jahrhundert und einem lebendigen Vereinsleben. Das Schloss, einst im Besitz des Kanzlers Niklas Rabenhaupt, ist heute privat und beherbergt keine öffentlichen Einrichtungen mehr. Die katholische Pfarrkirche zum heiligen Ägidius und der Marktplatz prägen das Ortsbild. Kulturell bereichern das einsaalige Kino mit ungewöhnlicher Tischbestuhlung, mehrere Theatergruppen und das alternative Musikfestival Open Air Ottensheim das Gemeindeleben. Durch seine Nähe zu Linz und die attraktive Donau-Landschaft hat sich der Ort zu einem beliebten Wohngebiet entwickelt.