Ostrava liegt im Nordosten Tschechiens, wo sich Mähren und Schlesien an der Oder und Ostrawitza begegnen. Die Stadt erstreckt sich am Nordausgang der Mährischen Pforte, zwischen Sudeten und Beskiden, nur wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Durch das Gebiet fließen Oder, Ostrawitza, Oppa und Porubka, die hier zusammenfließen und der Landschaft ihren typischen Charakter verleihen.
Ihre Wurzeln reichen bis zu slawischen Siedlern des 10. Jahrhunderts zurück, doch erst mit dem Kohleabbau ab dem 18. Jahrhundert wuchs Ostrava zur bedeutenden Industriestadt heran. Die Gründung der Witkowitzer Eisenwerke 1829 markierte den Beginn ihrer Stahlproduktion, die später durch Kokshochöfen und Eisenbahnschienen weltbekannt wurde. Im 20. Jahrhundert prägte der Bergbau das Bild, bis der letzte Hunt 1994 gefördert wurde und die Schwerindustrie umstrukturiert werden musste.
Heute ist Ostrava ein wichtiger Bildungsstandort mit zwei Universitäten und ein Zentrum des Strukturwandels. Die Schlesisch-Ostrauer Burg und die historische Landesgrenze zwischen Mähren und Schlesien erinnern an die bewegte Vergangenheit. Trotz des Wandels bleibt die Stadt ein lebendiger Teil der mährisch-schlesischen Kulturlandschaft.