Naters liegt im Herzen des Oberwallis, eingebettet zwischen den höchsten Gipfeln der Alpen und dem Rhonetal. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von fast 150 Quadratkilometern, wobei ein Großteil zum UNESCO-Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch gehört. Vom Rhoneufer auf etwa 650 Metern Höhe steigt das Gelände bis zum Aletschhorn auf über 4000 Meter an. Zu Naters zählen auch die Dörfer Blatten, Belalp, Birgisch und Mund, die sich harmonisch in die alpine Landschaft einfügen.
Die Geschichte von Naters reicht bis ins frühe Mittelalter zurück, als der Ort erstmals unter dem Namen „Nares“ erwähnt wurde. Im 11. Jahrhundert gelangte Naters durch Schenkungen an das Kloster St. Maurice und später an den Bischof von Sitten unter kirchlichen Einfluss. Der Bau des Ornavassoturms im 13. Jahrhundert und die Rolle als Hauptort des Bezirks Brig prägten die Entwicklung des Ortes. Kriege, Erdbeben und wirtschaftliche Krisen hinterließen ihre Spuren, doch der Bau des Simplontunnels und der Lötschberglinie leitete im 19. und 20. Jahrhundert einen Aufschwung ein.
Naters besticht durch seinen historischen Kern mit mittelalterlichen Bauwerken wie der Pfarrkirche St. Mauritius, dem Ornavassoturm und dem Beinhaus aus dem 16. Jahrhundert. Das World Nature Forum und das Simplonfestungsmuseum im ehemaligen Artilleriewerk zeigen die Verbindung von Natur und Geschichte. Die Gemeinde pflegt enge Beziehungen zu ihrer italienischen Schwestergemeinde Ornavasso und ist bekannt für ihre vielen Schweizer Gardisten. Regelmäßige Feste und die lebendige Dorfgemeinschaft machen Naters zu einem Ort mit starkem regionalem Charakter.