Morlanne liegt in der Region Béarn, etwa 35 Kilometer nordwestlich von Pau, am nördlichen Rand des Départements Pyrénées-Atlantiques. Der Ort wird vom Fluss Luy de Béarn durchflossen, der hier vom Tiroulet gespeist wird. Die Landschaft ist geprägt von sanften Anhöhen, auf denen sich die Gemeinde ausbreitet.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung finden sich bereits in der Urgeschichte: Ein ovales Lager aus der Eisenzeit, etwa 200 Meter lang und 100 Meter breit, befand sich einst auf einem Hügel östlich der heutigen Kirche. Im Mittelalter taucht der Ort erstmals in schriftlichen Quellen auf, etwa um 1060 mit einem Gaillard de Morlanne. Im 14. Jahrhundert ließ Gaston Fébus, Graf von Foix und Vicomte von Béarn, eine Burg errichten, die als Teil eines Verteidigungssystems gegen englische Einflüsse diente. Die Gemeinde erlebte damals eine erste Blütezeit, bevor sie im 16. Jahrhundert an Bedeutung verlor.
Die Pfarrkirche Saint-Laurent, deren Anfänge bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen, ist ein bedeutendes Bauwerk mit mittelalterlichen und späteren Elementen. Ihre Wehrkirche-Funktionen wurden im Laufe der Jahrhunderte verstärkt und später wieder zurückgenommen. Die Burg aus dem 14. Jahrhundert, einst von Sicard de Lordat entworfen, wurde im 20. Jahrhundert von Raymond Ritter und seiner Frau restauriert und dem Département übergeben. Ein weiteres historisches Gebäude ist das Haus Belluix, eine ehemalige Residenz des Grundherrn aus dem 15. Jahrhundert, das heute als Kulturdenkmal gilt.