Luzein liegt im Schweizer Kanton Graubünden, genauer in der Region Prättigau/Davos. Die Gemeinde erstreckt sich am rechtsseitigen Hang des mittleren Prättigaus und wird vom Chrüz, einem Vorberg des Rätikons, geprägt, der mit seiner Höhe den höchsten Punkt der Gemeinde markiert. Im Osten begrenzt der Schanielabach das Gebiet, während die Landquart im Süden und Südwesten die Grenze bildet. Zu den Nachbarorten zählen Küblis, Conters im Prättigau, Fideris, Jenaz, Schiers und Klosters. Die Siedlungen verteilen sich auf verschiedene Höhenlagen, von Dalvazza am Talboden bis zu Gadenstätt im Nordwesten.
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit reichen bis in römische Zeit zurück, wie Funde von Münzen mit dem Bild Kaiser Constantins belegen. Im Mittelalter wird Luzein erstmals urkundlich erwähnt, während Pany später als Pynnuew in Erscheinung tritt. Die Geschichte der Gemeinde ist eng mit dem Churer Domkapitel und den Freiherren von Vaz verbunden, die Besitzungen an das Prämonstratenserkloster St. Jakob in Klosters übertrugen. Im 13. Jahrhundert begann ein intensiver Landesausbau, der von den Prämonstratensern gefördert wurde. Die Bewohner lebten lange Zeit weitgehend selbstständig, bis sie sich 1649 von österreichischer Herrschaft loskauften.
Luzein besticht durch seine historische Bausubstanz, darunter die spätgotische reformierte Kirche und die prächtigen Häuser der Familie Sprecher von Bernegg, die bäuerliche und aristokratische Stilelemente vereinen. Die Ruine der Burg Castels erinnert an die ehemalige Herrschaftszeit, während das Passagenhaus in Dalvazza des Künstlers Peter Trachsel ein modernes Gegenstück bildet. Die Gemeinde ist auch ein Zentrum für Tourismus und Wintersport, mit Skiliften und Wanderwegen, die vor allem in Pany und Umgebung erschlossen sind.