Łeba liegt an der Ostsee, wo der Fluss Łeba ins Meer mündet. Eingebettet ist die Stadt im östlichen Hinterpommern, etwa auf halber Strecke zwischen Słupsk und Lębork. Im Norden grenzt sie an den Slowinzischen Nationalpark, während sich im Süden der Lebasee ausbreitet. Die Landschaft wird von ausgedehnten Dünen geprägt, darunter die markanten Góry Białe mit bis zu 42 Metern Höhe.
Die ersten Spuren einer Siedlung stammen von slawischen Pomoranen, die im 11. Jahrhundert an der Flussmündung lebten. Der Ort trug wechselnde Namen wie Lebamünde oder Levemunde, bevor sich im 16. Jahrhundert die heutige Bezeichnung durchsetzte. 1357 erhielt Łeba das Stadtrecht und entwickelte sich zu einem wichtigen Fischerei- und Handelsplatz. Immer wieder wurde die Stadt von Sturmfluten und Wanderdünen bedroht, was 1570 eine Verlegung des Zentrums nötig machte. Im 19. Jahrhundert wurde der Hafen ausgebaut, und Łeba entwickelte sich zu einem bekannten Ostseebad.
Heute ist Łeba vor allem als Badeort bekannt, umgeben von den beeindruckenden Wanderdünen des Slowinzischen Nationalparks. Das historische Kurhaus und die Nähe zu den höchsten Dünen Hinterpommerns ziehen Besucher an. Die Stadt bewahrt auch ihr kulturelles Erbe, etwa durch das Wirken des expressionistischen Malers Max Pechstein, der hier lebte. Die Raketenerprobungsstelle Rumbke in der Nähe erinnert zudem an die technische Vergangenheit der Region.